

Deutschland, Belgien und die Niederlande an einem Tag
GWHS
23. Sept. 2026
Am Dienstag, den 22. September 2026, machte sich unsere Klasse SEK I–II auf den Weg zu einem ganz besonderen Ausflugsziel: dem Dreiländereck bei Vaals.
Im Unterricht beschäftigen wir uns zurzeit mit Deutschland und seinen Nachbarstaaten. Nachdem wir uns im Unterricht bereits intensiv mit den Ländern, ihren Grenzen und ihrer Lage beschäftigt hatten, wollten wir das Gelernte auch einmal außerhalb des Klassenraums erleben.
Deshalb machte sich unsere Klasse SEK I–II auf den Weg zum Dreiländereck bei Vaals, wo Deutschland, Belgien und die Niederlande unmittelbar aufeinandertreffen.
Nachdem wir morgens in der Klasse die letzten organisatorischen Dinge erledigt hatten, ging es zum Schulbus und zum PKW. Anschließend machten wir uns über die A3 und A4 auf den Weg in Richtung niederländische Grenze. Wir kamen gut durch und erreichten nach gut zwei Stunden Fahrt unser Ziel.
Nachdem wir den Parkplatz gefunden hatten, erkundeten wir zunächst gemeinsam das Gelände. Natürlich führte uns unser erster Weg zum Grenzstein am Dreiländereck. Hier wurde besonders anschaulich, was wir zuvor im Unterricht gelernt hatten: An diesem Ort treffen tatsächlich drei Länder aufeinander.
Dabei erfuhren wir auch etwas Spannendes über die Geschichte dieses besonderen Ortes: Früher wurde die Stelle zeitweise sogar als Vierländereck bezeichnet. Neben Deutschland, Belgien und den Niederlanden grenzte hier das kleine Gebiet Neutral-Moresnet an. Dieses neutrale Gebiet bestand von 1816 bis 1920 und gehört heute zu Belgien. So gab es für uns direkt vor Ort noch etwas Neues zu entdecken, das wir anschließend mit in den Unterricht nehmen konnten.
Direkt am Grenzstein legten wir unsere Frühstückspause ein – und die war etwas ganz Besonderes! Während einige Schülerinnen und Schüler ihr Frühstück in Belgien aßen, saßen andere in den Niederlanden oder in Deutschland. Wann kann man schon einmal gemeinsam frühstücken und dabei gleichzeitig in drei verschiedenen Ländern sitzen?
Nach einem gemeinsamen Gruppenfoto wartete der nächste Programmpunkt auf uns: das Labyrinth. Dort mussten wir verschiedene Stationen finden und gemeinsam Aufgaben und Knobelrätsel lösen. Das Ganze erinnerte ein wenig an einen Escape Room: Man musste genau hinschauen, logisch denken, ausprobieren und vor allem gemeinsam nach Lösungen suchen. Dabei konnten Bronze-, Silber- und Goldmünzen gesammelt werden. Mit einer Chipkarte erhielten wir an den einzelnen Stationen außerdem weitere Informationen.
Einige der Aufgaben hatten es ganz schön in sich! Besonders wichtig war deshalb die Zusammenarbeit im Team. Gemeinsam wurde überlegt, ausprobiert und manchmal auch ordentlich geknobelt. Leider reichte unsere Zeit nicht aus, um alle Aufgaben zu schaffen. Trotzdem erreichten wir knapp 44.000 Punkte und waren damit sogar Tagesbeste – eine tolle Teamleistung!
Nach einer kleinen Stärkung ging es weiter in den Souvenirshop. Anschließend wollten wir hoch hinaus: Gemeinsam besuchten wir den rund 50 Meter hohen Aussichtsturm. Von oben konnten wir weit über die Landschaft und die drei Länder blicken.
Zum Abschluss unseres Tages fuhren wir noch einmal in die Stadt Vaals. Dort hatten die Schülerinnen und Schüler Zeit, sich umzusehen und ein wenig zu shoppen. Bevor wir uns endgültig auf den Heimweg machten, gab es für alle noch ein Softeis.
Danach traten wir die Rückfahrt nach Raubach an. Nach einem langen, erlebnisreichen und abwechslungsreichen Tag erreichten wir gegen 17:45 Uhr wieder unsere Schule.
Der Ausflug war für uns eine tolle Möglichkeit, die Inhalte aus dem Unterricht einmal ganz praktisch zu erleben. Grenzen, Nachbarländer und Europa standen an diesem Tag nicht nur im Schulbuch – wir konnten sie selbst sehen, überqueren und erleben. Gleichzeitig konnten wir viel Neues entdecken, gemeinsam Aufgaben lösen und als Klasse einen besonderen Tag verbringen.
So wird aus Unterricht eine Erfahrung, die sicherlich noch lange in Erinnerung bleibt.