
Unser Leitbild
Unser Bild vom Kind
Jedes Kind an unserer Schule ist ein aktiv lernender, eigenständiger Mensch mit unveräußerlicher Würde – unabhängig von Förderbedarf, Entwicklungstempo oder Ausdrucksmöglichkeiten. Wir begreifen die Heterogenität unserer Schülerschaft als Ausgangspunkt für individuelle Förderung und richten unser Handeln an den Stärken und Ressourcen jedes Kindes aus, nicht an vermeintlichen Defiziten.
Die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen finden bei uns einen geschützten Raum, in dem sie sich als selbstwirksam erleben und ihre eigenen Entwicklungswege gehen können.
Unsere Werte
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Wertschätzung – Respekt und Anerkennung im Umgang mit Kindern, Familien und KollegInnen.
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Beteiligung – SchülerInnen wirken aktiv an Entscheidungen mit, die sie betreffen; ihre Meinung wird eingeholt und ernst genommen.
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Akzeptanz – jedes Kind wird angenommen, wie es ist, mit Raum für individuelle Entwicklungswege.
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Gemeinschaft – Zusammengehörigkeit und gegenseitige Unterstützung innerhalb der Schulgemeinschaft.
Individuelle Förderung und Zugänglichkeit
Unser pädagogisches Handeln orientiert sich direkt an den SchülerInnen, um jedes Kind entsprechend seiner Voraussetzungen zu unterstützen.
Damit alle SchülerInnen unsere Regeln und Strukturen tatsächlich verstehen und nutzen können, bieten wir sie differenziert an: Unsere Regelhäuser stehen beispielsweise auch in einer durch Metacom-Symbole unterstützten Form zur Verfügung, sodass Kinder mit eingeschränkten verbalen Möglichkeiten gleichberechtigten Zugang zu Orientierung und Mitsprache erhalten.
Einheitliches Handeln im Schulalltag
Verlässlichkeit entsteht durch gemeinsames, abgestimmtes Handeln. Deshalb setzen alle Lehrkräfte und pädagogischen Fachkräfte unser Verstärkersystem, die Verhaltensampel, einheitlich ein. Diese gemeinsame Praxis gibt den SchülerInnen Orientierung, macht Konsequenzen nachvollziehbar und stärkt das Vertrauen in einen fairen und transparenten Umgang miteinander.
Unsere Positionierung: Schutz vor Ausgrenzung und Gewalt
Unsere Schule ist ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen lernen und zusammenleben. Gerade daraus erwächst für uns eine besondere Verantwortung, jedes Kind vor Ausgrenzung und Gewalt zu schützen – ausdrücklich auch vor sexualisierter Gewalt. Uns ist bewusst, dass Übergriffe nicht an einen bestimmten Ort gebunden sind, sondern in der Familie, im Verein, im digitalen Raum oder auch in der Schule selbst geschehen können.
Für viele unserer SchülerInnen ist es aufgrund ihres Förderbedarfs besonders wichtig, dass sie unabhängig von ihren kommunikativen Möglichkeiten Grenzverletzungen benennen und sich Hilfe holen können. Deshalb achten wir besonders darauf, dass auch Nichtsprechende oder unterstützt Kommunizierende, die Möglichkeit haben, Nein zu sagen, sich mitzuteilen und gehört zu werden.
Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte begegnen den Kindern mit professioneller Nähe und Distanz und sind verlässliche Vertrauenspersonen, die aufmerksam hinschauen und frühzeitig reagieren, wenn sich Anzeichen einer Gefährdung zeigen. Verbindliche Richtlinien für den Umgang miteinander schützen altersgemäßes Verhalten und ziehen zugleich klare Grenzen gegenüber grenzverletzendem oder missbräuchlichem Handeln. Unser Resilienzkonzept setzt diese Haltung im Schulalltag konkret um.
Rechtliche Grundlage
Unser Leitbild gründet auf der im Grundgesetz verankerten unantastbaren Würde des Menschen (Art. 1 GG) sowie dem staatlichen Bildungs- und Erziehungsauftrag (Art. 7 GG). Das Schulgesetz Rheinland-Pfalz sichert jedem jungen Menschen das Recht auf Bildung und Erziehung entsprechend seiner Persönlichkeit, seinen Fähigkeiten und Neigungen und verpflichtet Schulen, bei Anhaltspunkten für eine Kindeswohlgefährdung sensibel zu handeln (Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz – KKG). Ergänzend orientieren wir uns an der UN-Kinderrechtskonvention und der UN-Behindertenrechtskonvention, die das Recht jedes Kindes auf Schutz, Förderung, Beteiligung und inklusive Bildung festschreiben.
Unsere Vision
„Wir gestalten eine Schule als sicheren Ort, an dem sich jedes Kind und jeder Jugendliche angenommen, geschützt und in seiner Entwicklung gestärkt fühlt.“
Verbindung zu unserem Resilienzkonzept
Unser Resilienzkonzept ist die konkrete, bereits gelebte Orientierung und praktische Umsetzung der in diesem Leitbild formulierten Werte im Schulalltag – von der einheitlichen Nutzung der Verhaltensampel über differenzierte, zugängliche Regelhäuser bis hin zu gezielten Fördermaßnahmen wie der Sprachförderung. Dieses Leitbild macht die dahinterliegende Haltung sichtbar und verbindlich und bietet die gemeinsame Grundlage, an der sich das Resilienzkonzept sowie künftige pädagogische Konzeptionen der Schule weiterentwickeln lassen.